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BMW 650i Coupé im Test

BMW 650i Coupé im Test

Die Welt staunte nicht schlecht, als BMW sein 6er Coupé zum ersten Mal vorstellte. Plötzlich es also da: Ein gewaltiges Coupé, das unglaublichen Komfort verspricht und gleichzeitig auch noch stark motorisiert ist. Niemand wusste so richtig, ob dieses Konzept aufgeht und sich schlussendlich genügend Käufer finden.

Am Ende scheint BMW den richtigen Riecher gehabt zu haben. Der 6er verkaufte sich besser als erwartet, sodass nach dem üblichen Lebenszyklus die zweite Modellgeneration an den Start ging. Im vergangenen Jahr war es dann soweit, es folgte das Facelift. Es gab ein wenig Kosmetik, sowohl außen als auch innen. Für uns war dies der Zeitpunkt, den BMW 6er endlich mal zur Probe zu fahren, um dann einen einen Fahrtbericht zu schreiben.

Man fühlt sich wie ein König

Wer vor dem Auto steht, weiß sofort, was Sache ist. Der Begriff Coupé mag manchmal sehr dynamisch klingen, doch der 6er kommt als sehr wuchtiges Auto daher. Das Auto will auffallen und Stärke vermitteln. Nachdem Einsteigen wird das Gefühl noch intensiviert: Die Abmessungen des breiten Fahrzeugs bekommt man deutlich zu spüren. Man kommt sich gleich ein wenig stärker vor – nur wenige Autos können solch ein Gefühl vermitteln.

Zudem hat BMW beim Interieur nicht gegeizt. Alles erscheint sehr weiträumig und zugleich aufgeräumt. Eben typisch für BMW: Design und Funktion treffen aufeinander. Es gibt kein Schnickschnack, zugleich weiß das Interieur mit tollen Farben sowie einer beeindruckend hohen Materialanmutung zu überzeugen. Keine Frage, ein 7er könnte uns auch nicht mehr bieten. Wir sind definitiv oben angekommen. Schön ist vor allem das verglaste Hauptdisplay, das sich im Vergleich zum Modell vor dem Facelift nun wertiger anfühlt.

Auto mit Triebwerk

Motorjournalisten neigen gerne dazu, Motoren als Aggregate oder gar als Triebwerke zu bezeichnen. In den meisten Fällen ist dies vollkommen übertrieben, aber BMW 650i Coupé ist die Situation eine andere. Den gewaltigen Hubraum liefert selbstverständlich ein schwerer Acht-Zylinder, der massiv Dampf entwickeln kann.

Mit Spielereien haben wir uns gar nicht erst aufgehalten. Uns hat interessiert, wie es um die Sportlichkeit steht. Denn so wuchtig das Auto auch sein mag, am Ende muss es sich sportlich fahren lassen. Zu unserer Überraschung fährt es sich viel leichter, als vermutet. Der 6er gleitet nicht schwermütig über die Straße. Das Auto ist trotz seines Gewichts überraschend spritzig. Zudem liegt auch der Schwerpunkt überraschend tief, sodass rasanter Kurvenfahrten überhaupt kein Problem darstellen.

Fazit

PS-Freunde sowie Anhänger des gepflegten Images werden dieses Auto mit Sicherheit lieben. Wir waren sichtlich beeindruckt, denn so viel Sportlichkeit haben wir beim besten Willen nicht erwartet. Allerdings gibt es einen Wertmutstropfen, der leider für Punktabzug sorgt. Hierbei handelt es sich logischerweise um den Verbrauch. Ein schwerer Acht-Zylinder schluckt nun einmal ordentlich, vor allem wenn er richtig getreten wird. Hinzu kommt der ständige Reiz, auf das Gaspedal treten zu wollen. Die Folge besteht darin, dass es kaum möglich ist, den 6er mit einem einstelligen Kraftstoffverbrauch zu fahren. Schade eigentlich, zumindest wenn man ein Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt und künftige Generationen entwickelt hat. Wer protzen möchte und Geld im Überfluss hat (hier bekommt man den Premium-Qualität wirklich zu spüren) liegt mit diesem Auto genau richtig.

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